Wasserstoff könnte mit Windkraft und Fotovoltaik in z.B. Wüstenregionen umweltfreundlich erzeugt werden. Für den Transport wird der Wasserstoff an den Stickstoff der Luft gebunden. Es entsteht Ammoniak. Das Verfahren ist ausgereift und seit den 1920er-Jahren in der Düngemittelproduktion erprobt (z.B. Haber-Bosch Verfahren).
Ammoniak lässt sich problemlos verflüssigen (-33°C) und flüssig in einfachen Drucktanks transportieren (9bar). Da sich Ammoniak leicht wieder in Stickstoff und Wasserstoff spalten lässt, wird er als Träger der Wasserstoff-wirtschaft verwendet. Wasserstoff kann großtechnisch nicht verflüssigt werden. Dafür sind -253°C und extrem hoher Druck erforderlich. Ammoniak ist DAS Wasserstoffderivat. Daher wird in Brunsbüttel auch kein Wasserstoff, sondern Ammoniak angelandet.
Der Bus X60 Brunsbüttel – Itzehoe markiert eine echte Zeitenwende. Innerhalb der Stadt deckt er zudem einen Teil einer möglichen Stadtbuslinie ab. Anders sieht es in Richtung Heide aus. Die Buslinie 250 ist eine echte touristische Attraktion aber keine ernsthafte ÖPNV-Verbindung für Mitbürger, die
nach Heide wollen. Wer keine Dithmarschenrundfahrt machen will, sondern nur nach Heide kommen will, wählt das Auto. NAH SH verweist ernsthaft auf
die Möglichkeit, mit dem X60 über Itzehoe und die Bahn gut nach Heide kommen zu können. Wenn man dann sieht, dass nur 2 Minuten Umsteigezeit zur
RE6 geboten werden, kann man das nur als Scherz verstehen.
Die seit 1989 diskutierte Verlängerung der Bahnlinie RB61 Hamburg-Hauptbahnhof über Itzehoe hinaus nach Brunsbüttel Süd kommt auch nicht voran.
Der vorhandene Schienenstrang von Landscheide bis Brunsbüttel Süd führt über das Firmengelände von YARA und lässt aus Sicherheitsgründen keinen
OPNV zu. Von Landscheide aus wäre eine ca. 2,1km lange Neubaustrecke um das YARA-Gelande herum entlang der K74 und des Holstendamms zu
bauen. Bauamt und DB-Regio lehnen mit immer neuen Argumenten eine Verlegung ab. Zuletzt liegt es am Geld. Stadt und Bahn stimmen einem Bau zu,
wenn der jeweils andere die Kosten trägt. Vielleicht kommt über die Industrie wieder Bewegung in die Sache. Es ist kaum vorstellbar, dass ganze
Eisenbahnzüge mit LNG oder Wasserstoff durch das YARA Gelände vorbei an Hochtemperaturbitumentanks und den neuen Ethylentanks der SASOL
fahren könnten.
Wir werden das Thema nicht aus den Augen lassen und weiter berichten.
Wenn Atome zerfallen, entstehen
Alphastrahlung ist schon mit einem Blatt Papier abzuwehren und ungefährlich, weil sie nicht in die Haut eindringt.
Betastrahlung sind freie Elektronen, die bestenfalls die Luft ionisieren und ungefährlich sind, weil sie keine Zellen verändern.
Gammastrahlen sind Radiowellen höchster Frequenz. Sie durchdringen den Körper und laden durchdrungene Materie so auf, dass sie selbst zu strahlen beginnt. Gammastrahlen zerstören die DNA einer Zelle und führen zu Zellmutationen (Krebs).
Radioaktivität wird mit einem Geigerzähler gemessen. In einem Geigerzähler ist ein leicht ionisierbares Gas eingeschlossen. Trifft ein radioaktives Teilchen das Gas, entsteht ein kleiner kurzer Stromstoß, den man hörbar machen kann. Es entsteht das typische Knackgeräusch. Die Anzahl der Knacks pro Sekunde bezeichnet man als Aktivität (gemessen in Becquerel kurz Bq). Wird die Strahlung im Hinblick auf dessen Wirkung auf einen biologischen Organismus mit einem Faktor bewertet, errechnet man die Organdosis gemessen in Sievert [Sv].
Grenzwert für Menschen 20 mSv / Jahr (Schwangere 1 mSv / Jahr)
Private Messungen (2013 mit einem Meßgerät der Bundeswehr)
Brunsbüttel: 0,1033 Bq = 0,4785 mSv / Jahr
Berlin: 0,1124 Bq = 0,5107 mSv / Jahr